Wo kannst du freilebende Galapagos-Schildkröten beobachten? Ganz einfach. Auf den Galapagos Inseln!

Doch so selbstverständlich wie es sich anhört bei einer Galapagos-Reise auch die legendären Galapagos-Schildkröten  – Stichwort Lonesome George – zu besuchen, so schwierig bis unmöglich kann es unter Umständen sein, dabei auch einen Blick auf die frei lebenden Urtiere zu werfen.

Vor allem dann, wenn du eine Kreuzfahrt gebucht hast bei der nicht die Inseln Santa Cruz, Isabela oder Espanola auf dem Plan stehen. So wie es auch bei uns der Fall war.

Aber bei einem begrenztem Zeitfenster und/oder auch Budget musst du dich halt entscheiden, was du sehen möchtest.

In unserem Fall war es die Vogelinsel Genovesa, die wir besuchen wollten. Dazu mehr in einem zukünftigen Bericht.

Außerdem glaubten wir, dass uns die Riesenschildkröten quasi überall auf den Galapagos Inseln über den Weg laufen würden.

Genauso wie beispielsweise die Seelöwen, die dir gefühlt wirklich auf allen Inseln des Galapagos Archipels begegnen. So begrüßt dich zum Beispiel auf Santa Fe eine große Seelöwenkolonie.

Deshalb waren wir einigermaßen überrascht als unser Guide bei der Begrüßung unserer Reisegruppe darauf hinwies, dass die einzige Möglichkeit auf unserer 5-Tage Kreuzfahrt Galapagos-Schildkröten zu sehen, im Besuch einer Aufzuchtstation im Hochland San Cristóbals bestand.

Darüber hinaus wussten wir zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch nicht, wie reglementiert und organisiert der Tourismus auf den Galapagos Inseln ist.

Galapaguera – Aufzuchtstation für Galapagos-Schildkröten

Natürlich wollten wir die Möglichkeit Galapagos-Schildkröten zu beobachten nicht verstreichen lassen.

Per Bus, den unsere Gruppe mitsamt Fahrer mietete, ging es dann ins Hochland von San Cristóbal zur Galapaguera, einer Schildkrötenaufzuchtstation.

Wir erreichten die Galapaguera am Fuße des Cerro Colorado kurz vor Torschluss. Und waren ehrlich gesagt einigermaßen enttäuscht.

Natürlich gibt es einige größere Galapagos-Schildkröten im Unterholz zu bestaunen. Aber freie Wildbahn? Das Gelände erinnert mehr an das Freigehege eines guten Zoos als an natürlichen Lebensraum.

Das mag daran liegen, dass ein Rundweg durch die Galapaguera führt, der verständlicherweise nicht verlassen werden darf. Dieser verstärkt aber auch den Eindruck von zoologischem Garten.

Da wir den Fußweg entgegen dem Uhrzeigersinn entlanggehen, erreichen wir erst relativ zum Schluß des Rundgangs die eigentliche Aufzuchtstation mit den Schildkröten-Babies.

Galapagos-Schildkröten – Eine bedrohte Spezies

Die Galapagos-Schildkröten sind vom Aussterben bedrohte Tierarten. Zählte man Mitte des 16.Jahrhunderts noch 250.000 Exemplare, so war der Bestand bis zu den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts auf ca. 3.000 Tiere geschrumpft. Und nur 10 verschiedene Untergattungen konnten überleben.

Die Aufzuchtstation auf San Cristóbal ist Teil der Initiative die Riesenschildkröten vor dem Aussterben zu bewahren.

Die Galapagos-Schildkröten legen zwischen 4-17 Eiern. Diese werden in der Galapaguera von den Rangern eingesammelt, für 30 Tage in eine dunkle Schachtel gelegt und bebrütet.

Nach dem Schlüpfen werden die Babyschildkröten markiert und über zwei Jahre in Käfigen gehalten. Danach werden sie ausgesetzt und wachsen in den semi-natürlichen Verhältnissen der Galapaguera heran.

Nicht nur auf Galapagos, sondern auch ganz allgemein führen Schildkröten aus menschlicher Sicht ein gemütliches Leben. Sie schlafen bis zu 16 Stunden je Tag und kommen bis zu einem Jahr ohne Essen und Trinken aus.

Diese Verlangsamung des Stoffwechsels ist sicherlich der Hauptgrund dafür, dass Galapagos-Schildkröten ein geradezu biblisches Alter erreichen können.

Danke, dass Du meinen Artikel bis zum Ende gelesen hast.

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Vielen Dank dafür. Und, Daumen hoch!